Claudia Comte und Sabine Schaschl vor Comtes Werk Heads and Tails, Museum Haus Konstruktiv, 2022. Foto: Bettina Diel Claudia Comte und Sabine Schaschl vor Comtes Werk Heads and Tails, Museum Haus Konstruktiv, 2022. Foto: Bettina Diel - Mit freundlicher Genehmigung von: HausKonstruktiv

Wer: HausKonstruktiv

Was: Ausstellung

Wann: 10.02.2022 - 08.05.2022

Wir freuen uns, das Jahresprogramm 2022 mit einer spektakulären Gruppenausstellung einzuläuten. Mit der Ausstellung Geometrische Opulenz präsentiert das Haus Konstruktiv eine grosse Gruppenschau, die einen lustvollen Umgang mit der geometrischen und abstrakten Kunst zelebriert. Zu erleben sind Werke von John Armleder, Claudia Comte, Sylvie Fleury, Franziska Furter, Peter…
Wir freuen uns, das Jahresprogramm 2022 mit einer spektakulären Gruppenausstellung einzuläuten. Mit der Ausstellung Geometrische Opulenz präsentiert das Haus Konstruktiv eine grosse Gruppenschau, die einen lustvollen Umgang mit der geometrischen und abstrakten Kunst zelebriert. Zu erleben sind Werke von John Armleder, Claudia Comte, Sylvie Fleury, Franziska Furter, Peter Halley, Mary Heilmann, Timo Nasseri, Nathalie Du Pasquier und Elza Sile.

Geometrie und Opulenz werden im Allgemeinen als Gegensatzpaar aufgefasst: Während Geometrie für Rationalität, Ordnung und Reduktion steht, wird Opulenz mit vereinnahmender Üppigkeit, Übermass und Redundanz in Verbindung gebracht. Ein Blick in die Geschichte der Kunst zeigt, dass beide durchaus miteinander verbunden sind, insbesondere wenn ein geometrisches Motiv in der Vervielfältigung ornamentale Züge annimmt oder zum Muster wird. Der Kunsthistoriker Markus Brüderlin bemerkte in einem Text von 2012 (erschienen in dem Sammelband Ornament. Motiv – Modus – Bild), dass sich das Ornamentale in der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts immer wieder als wichtiger Impulsgeber zeige und sich spätestens in der neu erstarkten Abstraktion der 1980er-Jahre im «Hang zum Ornamentalen» verstärkt äussere.

Am Beispiel international renommierter Positionen sowie Vertreter*innen einer jüngeren Generation stellt das Museum Haus Konstruktiv in der Ausstellung Geometrische Opulenz die Frage, wie es heute um die Verschränkung von Geometrie und Opulenz steht und in welchen Formen Opulenz in der Gegenwartskunst in Erscheinung tritt. Die eingeladenen Künstler*innen lassen dem Spiel mit Strategien der Vervielfältigung, Verdichtung und Verräumlichung abstrakt-geometrischer Elemente eine besondere Rolle zukommen. Opulenz findet sich in verschiedenen künstlerischen Vorgehensweisen wieder. Zum einen äussert sie sich durch Grössenverhältnisse und imposante Formate, zum anderen kann eine geballte Ladung Farbe oder eine Häufung von Materialien jeglicher Art eine Wirkung von Üppigkeit oder Überfluss erzeugen. Eine weitere Spielform besteht darin, den Bildraum zu verlassen und den Realraum mit zu vereinnahmen. Allen Kunstschaffenden wird im Sinne der Opulenz Raum gegeben, sodass sich die Gruppenausstellung aus weitgehend eigenständigen Einzelpräsentationen zusammensetzt. Allen gemeinsam ist, dass sie in ihrer künstlerischen Sprache an Geometrie und Struktur, Variationen und Systemen interessiert sind und opulent agieren können.

Tags: abstrakte Kunst, Claudia Comt, Elza Sile, Franziska Furter, John Armleder, Konstruktivismus, Mary Heilmann, Nathalie Du Pasquier, Peter Halley, Sonia Kacem, Sylvie Fleury, Timo Nasseri

Di / Do–So 11–17 UhrMi 11–20 UhrMo geschlossenRegulärer Eintritt: 16 CHFStudierende, Lernende, RentnerInnen, IV-BezügerInnen: 12 CHFBis 18 Jahre: Eintritt frei

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