BROT auf der London Design Biennale 2023 © Austria Pavillon BROT auf der London Design Biennale 2023 © Austria Pavillon - Mit freundlicher Genehmigung von: skd

Wer: skd

Was: Ausstellung

Wann: 01.06.2023 - 25.06.2023

Mit „BROT: Baking the Future“ beteiligt sich das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) an der diesjährigen London Design Biennale. In seinem Beitrag als Kommissar für den österreichischen Pavillon widmet sich Thomas A. Geisler, Direktor des Kunstgewerbemuseums und Initiator des Design Campus in Pillnitz, gemeinsam mit dem Design-Duo Chmara.Rosinke…
Mit „BROT: Baking the Future“ beteiligt sich das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) an der diesjährigen London Design Biennale. In seinem Beitrag als Kommissar für den österreichischen Pavillon widmet sich Thomas A. Geisler, Direktor des Kunstgewerbemuseums und Initiator des Design Campus in Pillnitz, gemeinsam mit dem Design-Duo Chmara.Rosinke der Komplexität von Brot und seiner Herstellung als traditionelle wie zukunftweisende Gestaltungspraxis.

Das Projekt, das als künstlerisches Forschungsprojekt im Design Campus LAB entstand, wird vom 1. bis 25. Juni 2023 im Londoner Somerset House gezeigt. Im Herbst kommt die Präsentation zurück nach Dresden und wird im Rahmen der Ausstellung „Ode an das Handwerk“ mit Videos von Donata Wenders vom 18. November 2023 bis 7. April 2024 zu sehen und zu verkosten sein.

In den letzten Jahren fand eine regelrechte Renaissance rund um das Brot statt, insbesondere in urbanen Zentren: Bäckereien, die eleganten Boutiquen gleichen, beleben das Handwerk neu. Zudem beschäftigen sich Hobbybäcker*innen mit fast wissenschaftlicher Akribie mit dem Thema Sauerteig. Die psychische Belastung durch die weltweiten Pandemiesperren, aber auch das Bestreben nach Versorgungsautonomie hat den beginnenden Hype des Brotbackens nur noch verstärkt. Die vielfältige Brotkultur in Deutschland steht schon seit einigen Jahren auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. Das Projekt untersucht gemeinsam mit Expert*innen aus Handwerk, Agrarwissenschaft, Mikrobiologie, Psychologie und Kulinarik die vielschichtigen Betrachtungsweisen eines scheinbar einfachen Nahrungsmittels.

Chmara.rosinke stellt eine experimentelle „Brotküche“ ins Zentrum eines spekulativen Ausblicks, der das Brotbacken als fundamentale Kulturtechnik und transformative Designpraxis zukünftiger Gesellschaften vorstellt. Dabei liegt der Schwerpunkt der Rauminstallation auf dem sensorischen Erlebnis von Brot. Farbe, Form, Haptik, Geruch und Geschmack eines frisch gebackenen Brotes sind ebenso wichtig, wie die Sinnlichkeit des Herstellungsprozesses. Teigverarbeitung und Brotbacken sind multisensorische Erfahrungen, die durch speziell entwickelte und gestaltete Werkzeuge, Geräte und Möbel verstärkt werden.

Chmara.Rosinke, Ania Rosinke und Maciej Chmara gründeten 2011 das Designstudio in Wien und arbeiten derzeit auch in Berlin. Neben ihrer Tätigkeit als Produktdesigner*in und Ausstellungsarchitekt*in initiiert das Design-Duo seit vielen Jahren eigene Projekte zum Thema Kochen und Essen. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem im Kunstgewerbemuseum der SKD, im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, in der Fondation Hermès und im Museum für angewandte Kunst Wien (MAK). Eine Zusammenarbeit mit dem Kunstgewerbemuseum ergab sich bereits zur Raumgestaltung und Einrichtung des Design Campus in Schloss Pillnitz.

Dem Motto der Biennale „The Global Game: Remapping Collaborations“ folgend wurde das Projekt unter der Federführung des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport gemeinsam mit dem deutschen Rat für Formgebung, dem Goethe-Institut und dem Austrian Cultural Forum (ACF) in London sowie dem Programm „Seedfounding for Creative Collaborations“ der Universität Oxford und der Universität der Künste Berlin (UdK) ermöglicht. Der Design Campus des Kunstgewerbemuseums als Projektinkubator beteiligte sich bereits erfolgreich mit dem Beitrag „Spoon Archaeology“ an der London Design Biennale 2021 und wurde damals mit einer „Special Commendation“ der Jury ausgezeichnet.

Tags: Accessoires, Design, Kunstwerke, Technick

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
 

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